Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine Wämepumpe mit gespeicherter Sonnenwärme zu nutzen:

Rohrbündelkollektoren
Der Wärmeentzug aus dem Erdreich erfolg über senk- bzw. waagerecht verlegte Rohrbündelkollektoren. Die Bündel werden in einer Tiefe von a) senkrecht = 3,00 m und b) waagerecht 1,5 m und einem Abstand von ca. 4 m verlegt. Um eine gute hydraulische Abgleichung zu gewährleisten, sollten max. 3 Bündel zu einem Kreis verbunden werden. Als Kollektorrohr wird ein PE-Wellenrohr PN 12,5 in der Dimension 25 x 2,3 mm eingesetzt. Die Auslegung der Kollektorfläche richtet sich nach der Wärmeentzugsleistung/Kälteleistung der Wärmepumpe.



Flächenkollektor
Eine ebenfals günstige Energiequelle ist der Flächenkollektor. Horizontal, 1 m unterhalb der Frostfreigrenze, werden PE-HD-Rohre in 25 x 2,3 mm in einem Abstand von 40 cm verlegt.

Tiefensonden
Der Wärmeentzug erfolgt über vertikal in einem Bohrloch eingebrachte Sonden. Diese sollten Tiefen von ca. 60 m möglichst nicht übersteigen, da ansonsten wegen der hohen Druckverluste mit einer zu hohen Energieaufnahme der Förderpumpe zu rechnen ist. Für Sonden-anlagen muss in der Regel eine Erlaubnis eingeholt werden. Die Gesamt-Sondenlänge bzw. Tiefe der Bohrung hängt von der Kälteleistung der Wärmepumpe ab.


Grundwasserquelle
Es sind zwei Brunnen erforderlich. Ein Förderbrunnen zur entnahme und ein Schluckbrunnen, in dem das abgekühlte Wasser wieder zurückgegeben wird. Dem Wasser aus dem Förderbrunnen wird am Verdampfer der Wärmepumpe die Wärme entzogen und für das Heizsystem genutzt.

Grundwasser als Energiequelle ist eine wirtschaftliche Möglichkeit mit guten Jahresarbeitszahlen




Gespeicherte Sonnenwärme ist zu jeder Jahreszeit verfügbar, auch nachts, wenn die Sonne nicht scheint. Jeder dieser Wärmequellen besitzt ausreichend Wärmeinhalt, damit der Wärmepumpenkreisprozess stattfinden kann und somit Heizwärme zur Verfügung steht.